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Aki Takase Alexander von Schlippenbach FMP Philara
FMP, Aki Takase, Alexander von Schlippenbach, Philara, Evan Parker, Derek Bailey, Peter Brötzmann, Kulturstadt Düsseldorf, Konrad Fischer, Sammlung Philara,
Es war schon ein an- und beschaulicher Samstagabend am 27.03. - mit Aki Takase und Alexander von Schlippenbach in der Birkenstr. 47 als - parallel zur *Nacht der Museen* - dieser hochklassige Event im Hinterhof der Kultur Düsseldorf stattfand (http://www.cultrd.eu).

Zumal auch (aus der Hof-Nachbarschaft) der Originator der Sammlung Philara (Til Bronner) unter den Zusehern und -hörern zu finden war. Dies möglicherweise auch zur mentalen Unterstützung des in der Regel naturgemäß wankelnden Managements (Wagner, Lauhmann usw.) der Filmwerkstatt Düsseldorf.

Der 1938 in Berlin geborene Alexander von Schlippenbach, der das Abitur am Gymnasium Kreuzgasse in Köln überstand und danach Komposition an der Hochschule für Musik bei Rudolf Petzold und Bernd Alois Zimmermann studierte (https://de.wikipedia.org/wiki/Alexand...), gilt wohl als einer der herausragenden gestaltenden Vertreter der deutschen Sektion ´Freie Musik´ - quasi frei - er selber neigt eher zum Konzeptionellen und (selbstredend) zur Komposition - obwohl er auch Theaterarbeit ´machte´ - und das mit Sven-Åke Johansson.

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Ein anvisiertes Ad-Hoc Gespräch ließ sich leider nicht realisieren - da er dann (d.h. kurz nach dem Konzert), möglicherweise Eigeninteresse bedingt seitens der Veranstalter (Herr Wagner, Herr Lauhmann et.al.), biertrinkend im Geräteraum der Birkenstr. 47 verschwand und ein Lang-Gespräch mit schwerem Gerät führte - wohl auf der Suche nach dem richtigen Ladestock preussischer Prägung.

Auf die alten Tage doch noch ein quasi-professioneller (Film/Video)-Streifen - und das mit Langzeitwirkung, so dass keine Zeit für ein intensives Ad-Hoc Gespräch blieb - zumal Dr. Ursula Lytton, die anwesende und geschiedene Ehefrau von Paul Lytton, unter Zeitdruck schon in den Startlöchern saß.
(Paul Lytton [ u.a. mit Evan Parker, Derek Bailey ], von dem gesagt wird, dass er im trauten Heim nicht nur mittags, sondern auch am frühen abend mindestens ein Drei-Gänge Menue erwartete - war leider nicht anwesend.)

Musikalisch dominant: Aki Takase - ´Sie studierte Musik in Japan. Ab 1978 gab sie Konzerte und machte Aufnahmen in den USA mit Lester Bowie, David Liebman, Sheila Jordan, John Zorn und anderen. Seit 1987 lebt sie in Berlin.´ (https://de.wikipedia.org/wiki/Aki_Takase).

Gesponsert wurde der Event u.a. von der Düsseldorfer Konrad-Fischer Galerie (https://www.konradfischergalerie.de/e).
Entsprechend und glücklicherweise war Herr Thomas Rieger anwesend.
Der immer wieder erfrischende Herr Rieger, der seine DDR Aufzugszeit wohl überstanden zu haben scheint und nun gelassenen Schrittes das Rheinland durchschreiten darf, betreibt die wohl in D´f wichtigste Galerie - eben die Konrad-Fischer-Galerie. Und das auch unter ´Wagung´ des Spagates zwischen dem Residenzstädtchen Düsseldorf und unserem großen Berlin.

Es ist zu unterstellen, dass er es u.a. war, der den Kontakt anspann zum FMP (http://www.fmp-online.de/) - mit dem anwesenden, leicht ergrauten Herrn Klaus Müller, der mit sanfter, aber doch hörbarer Stimme seinen Vortrag zum Thema FMP hielt.
Es macht schon Sinn, die FMP zu promoten. ´FMP wurde 1969 von den Musikern Peter Brötzmann, Peter Kowald, Alexander von Schlippenbach und Jost Gebers, dem späteren Produzenten, gegründet und zunächst gemeinsam betrieben. Dahinter stand der Wunsch, als Musiker besser arbeiten zu können ... ´ (https://de.wikipedia.org/wiki/Free_Mu...).

Die jungen Video- und Filmemacher im Geräteraum der Birkenstr. 47, die ihre Kreativität oftmals und gerne mit schwerem Gerät untermauern - d.h. professionelle Studiokameras und schwere Sattler Stative einsetzen - machen schon einen symphatischen Eindruck - auch wenn, bedingt durch die Schwere des benutzten Gerätes, immer wieder die Gefahr besteht, dass entsprechenderweise das Ergebnis eher statisch und schwerfällig ausfallen könnte.

Ein gelungener Event - kaum zu glauben, dass aus dem alten Muff der Birkenstr. 47 noch blühende Momente entstehen.
Und das jenseits der Verherrlichung schweren Gerätes.

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